Wer sagt uns denn, dass die Prinzipien, die wir in der Schweiz und in Deutschland entdeckt haben, auch in Los-Angeles oder Buenos Aires oder St.-Petersburg gelten?
Um das aber herauszufinden, gab es nur einen Weg: Wir mussten Gemeinden rund um den Globus untersuchen. Dieses Vorhaben war eine enorme Herausforderung: Mehr als 1.000 Gemeinden in 32 Laendern auf allen fuenf Kontinenten nahmen an der Untersuchung teil, ueber vier Millionen Antworten in 18 verschiedenen Sprachen mussten in den Computer eingegeben und anhand wissenschaftlichen Kriterien ausgewertet werden. Das umfassendste Forschungsprojekt ueber die Ursachen des Gemeindewachstums, das jemals in der Christenheit durchgefuehrt wurde!
(aus dem Buch von C. Schwarz «Natuerliche Gemeindeentwicklung
»)
Warum ein Gemeindeprofil erheben?
Warum die Intuition oft truegt?
Manche Leute meinen, es ganz genau zu wissen:
"In unserer Gemeinde fehlt es an der Liebe." Oder: "Wenn wir mehr beten und glauben wuerden ..."
Wohl die meisten Christen haben das Gefuehl, ihre Gemeinde recht genau zu kennen und folglich zu wissen, was im Blick auf die Gemeindeentwicklung zu tun ist. Welche neue Erkenntnisse sollte da schon die Erhebung eines Gemeindeprofils vermitteln koennen?
Das Problem ist: Einzelne Gemeindeglieder - und auch der Pastor! - sehen immer nur einen bestimmten Ausschnitt der Realitaet. Es mag zwar voellig korrekt sein, was sie da sehen, aber es ist eben nur ein Teil des Ganzen.
Erst in der vernetzten Zusammenschau vieler Einzelsichtweisen der Gemeinde kann ein Gesamtbild entstehen, das der Wirklichkeit nahe kommt.
Genau hier setzt das Gemeindeprofil an. Die verschiedenen Wahrnehmungen von 30 Mitarbeitern und dem Pastor werden ueber eine - recht komplexe - Formel zu einem Ganzen zusammengezogen. Diese "Weltformel" ist ein Extrakt aller bisher untersuchten Gemeinden: ueber 1000 Gemeinden in ueber 30 Laendern. In diese Formel gehen Mittelwerte und Standardabweichungen der verschiedenen Laender ebenso ein wie die individuellen Antworten der Gemeindeglieder, fuer die das Gemeindeprofil erstellt wird.
Auf diese Weise bietet das Gemeindeprofil ein exaktes Ergebnis. "Exakt" bedeutet in diesem Zusammenhang uebrigens nicht "objektiv" in dem Sinne, dass die Gemeinde unabhaengig von den Gemeindemitarbeitern beurteit wuerde. Vielmehr ist es ja gerade die subjektive Sichtweise der Gemeinde, die das Verhalten der Mitarbeiter bestimmt. Bei der Erhebung des Gemeindeprofils werden diese unterschiedlichen subjektiven Sichtweisen objektiviert.
Erst die Diagnose, dann die Therapie
Stellen Sie sich vor, Sie wuerden zum Augenarzt gehen, weil Sie kleingedruckte Texte nicht mehr lesen koennen. Ihr Augenarzt wuerde Ihnen, ohne Sie untersucht zu haben, seine eigene Brille vor die Nase halten und sagen: "Ja, dieses Problem kenne ich gut. Vor einiger Zeit hatte ich diese Shwierigkeiten auch. Und diese Brille hat mir weitergeholfen. Nehmen Sie sie ruhig mit, die hilft Ihnen bestimmt".
Wuerden Sie diesem Arzt vertrauen? Sicher nicht. Dennoch erleben wir vergleichbare Szenen in unseren Gemeinden staendig. Es ist erstaunlich, wie oft Menschen einander Rezepte und gut gemeinten Ratschlaege "verordnen", ohne sich zuvor um eine Diagnose bemueht zu haben. "Diese beruehmte Gemeinde in Chicago fuehrt ihren Gottesdienst jetzt am Mittwochabend durch und seitdem ist alles besser. Das muesstet ihr auch so machen." - "Was ihr braucht, sind Theaterstuecke im Gottesdienst." - "Auf den Gebetsberg kommt es an, dann wird sich eure Stadt bekehren." - "In Lateinamerika loest die geistliche Kampffuehrung alle Probleme - das solltet ihr auch mal versuchen."
Natuerliche Gemeindeentwicklung hat einen anderen Ansatz. Wir haben den Forschungsaufwand der letzten Jahre nicht zuletzt deshalb getrieben, um ein verlaessliches Instrument der Diagnose zu entwickeln. Diagnose ist zwar nicht alles, aber ohne sie besteht die Gefahr, dass bei grauem Star die Brille gegen Kurzsichtigkeit verordnet wird.
Der Nutzen eines Profils
Das im Rahmen der natuerlichen Gemeindeentwicklung verwendete Gemeindeprofil ...
gibt Ihnen einen Ueberblick ueber die Staerken und Schwaechen Ihrer Gemeinde;
zeigt Ihnen,wie Sie die begrenzten Kraefte (Mitarbeiter, Zeit, Finanzen etc.) gezielt auf die wesentlichen Punkte konzentrieren koennen;
hilft Ihrer Gemeinde, den in Ihrer Situation entscheidenden Ansatzpunkt fuer die weitere Gemeindeentwicklung zu entdecken;
basiert auf Untersuchungen von mehr als 1000 Gemeinden auf allen fuenf Kontinenten und ist ein wissenschaftlich exaktes Verfahren;
liefert Ihrer Gemeinde eine Aussenperspektive: Wie steht sie im Vergleich zu anderen Gemeinden da?
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